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    Start » Hund hat Angst vor Katzen: Was tun?
    Gesundheit

    Hund hat Angst vor Katzen: Was tun?

    By tieradministrator13. Mai 2018Updated:6. November 2026Keine Kommentare4 Mins Read

    Sobald Ihr Hund eine Katze erblickt, macht er sich ganz klein, versucht sich zu verstecken oder sich mit Beschwichtigungssignalen zu beruhigen? Dann ist es gut möglich, dass er Angst vor den Samtpfoten hat. Aber woher kommt diese Furcht und wie können Sie Ihrem tierischen Freund helfen?

    Woran liegt es, wenn ein Hund Angst vor Katzen hat?

    Es kommen wahrscheinlich mehrere Faktoren zusammen, wenn Hunde Angst vor Katzen entwickeln. Wie Menschen haben Tiere insbesondere Angst vor dem Unbekannten – wenn Ihr Hund also nie mit Katzen zu tun hatte und plötzlich auf einen Stubentiger trifft, kann er eventuell ängstlich reagieren. Vor allem Hunde, die nicht ausreichend sozialisiert wurden und in reizarmer Umgebung aufgewachsen sind, neigen später zu Angststörungen, weil es so vieles gibt, was ihnen unbekannt ist. Ängstlichkeit kann jedoch auch in der Persönlichkeit des Hundes begründet liegen – manche Vierbeiner sind schüchterner und vorsichtiger als andere.

    Dann kann es sein, dass Ihr Hund schlechte Erfahrungen mit Katzen gemacht hat, und sich deswegen vor ihnen fürchtet. Vielleicht hat er sich einer Samtpfote einmal zu schnell genähert und ihre Abwehrsignale nicht rechtzeitig erkannt, sodass er sich einen schmerzhaften Krallenhieb eingefangen hat. Ein weiterer möglicher Grund, der für Außenstehende schwer nachzuvollziehen ist, sind Fehlverknüpfungen. Dabei verbinden Hunde (und andere Lebewesen) ein unangenehmes bis leidvolles Erlebnis mit etwas, das damit eigentlich nichts zu tun hat.

    Beispielsweise könnte Ihr Hund an einen Elektrozaun geraten sein, während er sich neugierig einer Katze auf einer Wiese nähern wollte. Den folgenden Schmerzreiz verknüpft er dann mit dem fremden Tier anstatt mit dem Elektrozaun und bekommt Angst. Ob es bei einem einmaligen Schreck bleibt oder sich daraus eine Angststörung entwickelt, ist wiederum eine Frage von genetischer und persönlicher Veranlagung, bisherigen Erfahrungen, Sozialisation und Erziehung.

    Wie Sie Ihrem verängstigten Hund helfen können

    Hat Ihr Hund Angst vor Katzen, hilft die sogenannte systematische Desensibilisierung. Dabei versuchen Sie am Anfang, den Angstreiz – in diesem Fall Katzen – von Ihrem Vierbeiner fernzuhalten. So kann er sich beruhigen und sich für die nächsten Schritte wappnen. Gehen Sie langsam, in kleinen Etappen vor und machen Sie sich dabei am besten Notizen, wie Ihr Hund sich verhält und entwickelt sowie was Sie beim Training geübt haben. Beispielsweise können Sie Ihrem Vierbeiner zunächst nur Fotos und Videos von Katzen zeigen und ihm das Miauen der Stubentiger vorspielen. In einem weiteren Schritt trifft er dann auf reale Katzen, zum Beispiel besonders freundliche und sanftmütige Samtpfoten aus Ihrem Bekanntenkreis.

    In Anwesenheit der Katzen tun Sie Ihrem Hund dann etwas Gutes, er bekommt zum Beispiel ein tolles Leckerli, ein Lob oder eine Streicheleinheit. Sie können auch mit ihm sein Lieblingsspiel spielen, sodass er merkt, es passiert überhaupt nichts Schlimmes, wenn die fremdartigen Tiere in seiner Nähe sind – im Gegenteil. Passen Sie währenddessen gut auf Ihren Hund auf, halten ihn am besten an der Leine, und vermitteln ihm Sicherheit und dass alles in bester Ordnung ist. Scheint er sich daraufhin zu entspannen und wirkt nicht mehr ängstlich oder nervös beim Anblick von Stubentigern, können sich die Tiere vorsichtig beschnuppern. Mit Geduld und etwas Glück ist dann eines Tages sogar friedlicher Körperkontakt möglich.

    Angst vor Katzen: Wann brauchen Hunde professionelle Hilfe?

    Die systematische Desensibilisierung ist zwar theoretisch ein einfaches Prinzip, die Umsetzung kann aber schwierig werden. Manchmal ist es außerdem notwendig, dass Hunde ihre Angst möglichst rasch ablegen – zum Beispiel, wenn er sich vor Ihren eigenen Katzen fürchtet, denen er nicht so leicht aus dem Weg gehen kann. Wann immer Sie Zweifel haben, ob Sie Ihrem Hund alleine helfen können, sollten Sie sich an einen Fachmann wenden. Ein Tierpsychologe kann Sie dabei unterstützen oder auch ein speziell auf die Behandlung von Angststörungen ausgebildeter Hundetrainer.

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