Drahtig, anhänglich, eigensinnig, loyal: Der Dackel ist bei vielen als Haustier beliebt. Dabei haben die unter diesem Namen bekannten Hunderassen auch eine lange Historie als Jagdhunde.
Neun Rassen, ein Name
Der Dackel wird heutzutage in drei unterschiedlichen Größen und Fellformen gezüchtet, es gibt demzufolge neun verschiedene Rassen, die von den Züchtern in der Regel nicht miteinander vermischt werden und verschiedene genetische Wurzeln haben.
Gezüchtet werden die Dackel seit dem 19. Jahrhundert. Dabei haben sich in punkto Größe und Gewicht drei Varianten entwickelt: Die sogenannten Kaninchendackel mit fast 3,5 Kilogramm Gewicht, Zwergdackel mit bis zu vier Kilogramm und Standard-Dackel, die bis zu neun Kilogramm wiegen.
Der Hund ist generell sehr kompakt gebaut und muskulös, mit aufrechter Kopfhaltung. Es gibt ihn in diversen Größen und Fellarten: Langhaar, Kurzhaar und Rauhaar. Die Fellfarben bei Zuchtdackeln sind mehrfarbig, oft gefleckt. Es gibt schwarz-rote Fellkombinationen, aber auch rein-rote oder saufarbene, bei der die Fellfarbe der der Wildschweine ähnelt.
Teilweise zeigen sich auch charakterliche Unterschiede zwischen den Tieren mit unterschiedlichen Fellarten: So gelten Rauhaardackel als besonders robust, und Langhaardackel tendieren etwas mehr zur Begleithund-Eignung.
Häufig wird für die kurzbeinigen Hunde auch der Begriff Dachshund verwendet, was auf seine ursprüngliche Verwendung zur Baujagd hinweist. In Jägerkreisen wird der Dackel auch gern als Teckel bezeichnet.
Seit Jahrhunderten als Jagdhund unterwegs
Was vielen gar nicht bekannt ist: Der Dackel gehört bereits seit dem Mittelalter zu den beliebtesten Jagdhunden Deutschlands. Aufgrund seines langen Rückens und seiner kurzen Beine Jagd in Erdbauten von Füchsen, Dachsen und Kaninchen.
Darüber hinaus eignen sich Teckel nach professioneller Ausbildung zum Jagdhund aufgrund ihres feinen Geruchsinns auch für Niederwildjagden sowie die Schweißarbeit. Dabei sind viele Dackel bei der Jagd alles andere als wasserscheu – gut geführte Dackel sind lauffreudig, ausdauernd und begeisterte „Wasserarbeiter“. Zudem mögen sie es, zu apportieren.
Allerdings: Mit Strenge oder Härte erreicht man bei der Ausbildung selbst wenig – gefragt sind Geduld, Konsequenz und eine enge Bindung mit Lob als Motivation.
Ist die Ausbildung zum Jagdhund dann erfolgreich gewesen, kommen die Tugenden des Teckels auf der Pirsch im bestem Fall voll zum Tragen: Besonders bei Drückjagden punkten Dackel durch ihre Eigenschaft, Wild ruhiger zu treiben als große Stöberhunde. Das Wild flüchtet weniger panisch, was präzisere und waidgerechte Schüsse ermöglicht.
Zudem spielen Dackel ihre feine Nase bei der Nachsuche voll aus: So finden Sie zum Beispiel verunfalltes Wild auch auf schwierigen Fährten.
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