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    Start » Beschwichtigungssignale vom Hund richtig deuten
    Hunde

    Beschwichtigungssignale vom Hund richtig deuten

    By tieradministrator19. Oktober 2015Updated:6. November 2026Keine Kommentare3 Mins Read

    Wenn der Hund mit dem Schwanz wedelt oder herzhaft gähnt und sich streckt, sind das eventuell Beschwichtigungssignale. Menschen deuten diese Zeichen jedoch oft nicht als friedliche Gesten der Besänftigung, sondern missverstehen sie. Vielleicht denken Sie gelegentlich, dass Ihr Hund ungehorsam oder stur ist, dabei versucht er nur, Sie freundlich zu stimmen.

    Häufige Beschwichtigungssignale vom Hund

    Untereinander kommunizieren Hunde oft über Beschwichtigungssignale, um Konflikte mit Artgenossen zu vermeiden. Doch auch Sie versucht Ihr Hund zu beschwichtigen und manchmal möchte er auch sich selbst durch bestimmte Gesten und Verhaltensweisen beruhigen. Typische Beschwichtigungsmerkmale sind:

    – Gähnen
    – Schwanzwedeln
    – Markieren
    – Am Boden schnüffeln
    – Sitz oder Platz machen
    – Pfötchen heben
    – Blick abwenden oder senken
    – Zwinkern
    – Körper abwenden, seitlich hinstellen oder im Bogen gehen
    – Scheinbares Ignorieren
    – Eigene Schnauze ablecken
    – Verlangsamte Bewegungen bis zum Erstarren

    Unter Hunden werden diese Signale in der Regel schnell verstanden, doch als Mensch deuten Sie die Zeichen womöglich anders. Ihr Hund sendet meistens dann Beschwichtigungssignale aus, wenn ihn etwas beunruhigt oder verunsichert. Das kann zum Beispiel ein überschwänglicher Artgenosse sein, der zu schnell auf Ihren Vierbeiner zugelaufen kommt. Vielleicht möchte Ihr Hund in dem Moment nicht gern spielen oder den anderen kennen lernen, oder er fühlt sich bedrängt. Dann gibt er durch Beschwichtigungssignale zu verstehen, dass ihm gerade alles etwas zu schnell geht.

    Missverständnisse zwischen Hund und Halter?

    Es kann jedoch auch sein, dass Ihr Hund aufgeregt oder unsicher ist, weil er sich schon so auf den Spaziergang mit Ihnen freut oder weil Sie ihn in einem strengen Tonfall zurechtgewiesen haben. Möglicherweise gähnt er dann oder wendet sich ab, um sich selbst zu beruhigen oder damit Sie ihm nicht böse sind. Wer nicht weiß, dass es sich um Beschwichtigungssignale handelt, denkt womöglich, dass der Hund keine Lust hat, zu gehorchen.

    Ähnliches gilt, wenn Sie Ihren Hund beim Spaziergang oder zu Hause laut rufen und er nicht sofort kommt oder sich scheinbar nur zögernd nähert. Das bedeutet nicht, dass Ihr Vierbeiner unwillig oder aufmüpfig ist, sondern, dass er – vielleicht durch die Lautstärke oder Ihren Tonfall – verunsichert ist.

    Hundesprache deuten: So werden Sie zum Hundeflüsterer

    Bevor Sie mit Ihrem Hund schimpfen, weil Sie glauben, dass er absichtlich nicht auf Sie hört oder Sie vermeintlich ignoriert, schauen Sie genau hin. Sein Verhalten könnte Beschwichtigungssignale senden. Überlegen Sie, was Ihren vierbeinigen Freund nervös gemacht haben könnte und beruhigen Sie ihn. Dabei können Sie selbst Beschwichtigungssignale einsetzen und zum Beispiel den Blick abwenden und sich zur Seite drehen.

    Kommt Ihnen beim Spaziergang ein anderer Hund entgegen, können Sie mit Ihrem Liebling buchstäblich einen Bogen um den Artgenossen machen, sodass keine Zusammenstöße entstehen.

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