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    Ernährung

    Katzenfutter-Inhaltsstoffe: 5 überflüssige Zusatzstoffe

    By tieradministrator12. Juni 2016Updated:6. November 2026Keine Kommentare5 Mins Read

    Zusatzstoffe im Katzenfutter können sinnvoll sein, zum Beispiel fördern Taurin und andere lebenswichtige Vitamine und Mineralien die Gesundheit der Samtpfoten. Allerdings können sich auch Inhaltsstoffe auf der Zutatenliste verbergen, die von schlechter Qualität sind und die Ihre Katze nicht verwerten kann. Damit sie das Futter trotzdem frisst und ihre Ausscheidungen normal wirken, werden wiederum Zusätze beigefügt, die einen besseren Geschmack und Hochwertigkeit vorgaukeln. Doch woran lässt sich das erkennen?

    1. Inhaltsstoffe: Vorsicht bei ungenauen Angaben!

    Ist die Zusammensetzung von Katzenfutter von guter Qualität, sind die Angaben genau und präzise. Es steht dann zum Beispiel auf dem Etikett: „70 % Fleisch (40 % Rind, 30 % Huhn)“ oder „70 % Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon 65 % Hühnerfleisch und 5 % Leber)“. So wissen Sie exakt, was drin ist. Haben die Hersteller minderwertiges Fleisch, tierische Abfälle und dergleichen untergemogelt, werden die Angaben vage. „100 % aus frischem Fleisch“ etwa bedeutet keineswegs, dass das Katzenfutter vollständig aus frischem Fleisch besteht. Sie wissen dann nur, dass das enthaltene Fleisch frisch ist. Die Angabe „60 % Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ sagt nicht aus, wie viel davon Fleisch ist, was es für Fleisch ist und wie viel davon Schlachtabfälle und Co. sind.

    2. „Erzeugnisse“ im Katzenfutter: Achtung Füllstoffe!

    Zu den ungenauen Angaben gehören auch sämtliche Inhaltsstoffe, die als „Erzeugnisse“ von etwas bezeichnet werden. Diese Zusatzstoffe sollen für mehr Volumen sorgen, damit ein geringer Fleischanteil weniger auffällt. Auf dem Etikett lesen Sie dann möglicherweise einen oder mehrere der folgenden Begriffe:

    • ● Tierische Nebenerzeugnisse
    • ● Fischnebenerzeugnisse
    • ● Pflanzliche Nebenerzeugnisse
    • ● Molkereierzeugnisse
    • ● Bäckereierzeugnisse

    Dabei handelt es sich in der Regel um Abfälle, die zum Beispiel bei der Lebensmittelherstellung für Menschen angefallen sind. Tierische Nebenerzeugnisse sind Schlachtabfälle wie Innereien, Blut, Urin, Federn oder Krallen; Fischnebenerzeugnisse bestehen aus Fischinnereien, Flossen, Köpfen, Augen oder Gräten. Pflanzliche Nebenerzeugnisse fallen unter anderem bei der Ölherstellung als Pressrückstände an oder als Schalen, Kerne, Stängel und Gehäuse bei der Lebensmittelherstellung. Dahinter kann sich alles Mögliche verbergen, aber nichts, was Ihre Katze gebrauchen kann. Gleiches gilt für Molkereierzeugnisse wie Milchpulver, Molke und Käsereste sowie für Bäckereierzeugnisse wie Brotreste, Nudeln oder Gebäckkrümel. Diese können zu allem Überfluss auch noch versteckten Zucker enthalten.

    3. Geschmacksverstärker und Zucker als Zusatzstoffe

    Damit minderwertige Inhaltsstoffe im Katzenfutter geschmacklich nicht auffallen, werden unter Umständen Geschmacksverstärker oder Zucker zugesetzt. Künstliche Geschmacksverstärker erkennen Sie an den sogenannten E-Nummern von E620 bis E650; manchmal stehen auch die wissenschaftlichen Bezeichnungen wie Glutaminsäure (E620) oder Natriumglutamat (E621) dabei. Auch Hefeextrakt ist ein Geschmacksverstärker und hat im Katzenfutter nichts zu suchen.

    Zucker ist in hochwertigen Nahrungsmitteln am besten gar nicht enthalten. Er kann Zahnstein und Karies begünstigen sowie das Risiko für Übergewicht erhöhen. Darüber hinaus bringt es für Katzen auch geschmacklich keinen Mehrwert – ihr Geschmackssinn kann das Süße gar nicht wahrnehmen. Vorsicht vor verstecktem Zucker, der sich hinter einem der folgenden Namen verbergen kann:

    • ● Melasse
    • ● Karamell
    • ● Sirup
    • ● Fruktose (Fruchtzucker)
    • ● Maltose (Malzzucker)
    • ● Glukose, Dextrose (Traubenzucker)
    • ● Oligofruktose, auch Frukto-Oligosaccharide (Mehrfachzucker und Zuckeraustauschstoff)

    Unnötig sind darüber hinaus – sofern enthalten – Süßstoffe wie Aspartam oder Sorbit. Sie erkennen sie an den E-Nummern E420 (Sorbit), E421 (Mannit) sowie alles von E950 (Acesulfam K) bis E968 (Erythrit).

    4. Farbstoffe und Verdickungsmittel

    Sowohl natürliche als auch künstliche Farbstoffe sind für gutes Katzenfutter unnötig. Farbstoffe erkennen Sie an den E-Nummern zwischen E100 (Curcumin) und E180 (Litholrubin BK, ist allerdings nur für Käserinde zugelassen). Durch die Farben sieht das Futter schöner, attraktiver, frischer und gesünder aus, als es ist. Ihrer Katze ist das egal, doch die kauft das Futter ja auch nicht. Die verschönerte Optik soll im Wesentlichen Katzenhaltern eine bessere Qualität vorgaukeln und zum Kauf animieren.

    Verdickungsmittel sollen, ebenso wie Emulgatoren und Geliermittel, die Konsistenz des Futters verbessern. Diese Stoffe erkennen Sie an den E-Nummern E322 (Lecithin) und denen zwischen E400 (Alginsäure) und E495 (Sorbitanmonopalmitat). Sie werden auch als Füllstoffe eingesetzt, um ein größeres Volumen zu erreichen und das Tier schneller zu sättigen. Doch das Nahrungsmittel enthält dann meist nicht genug gesunde Nährstoffe, wenn es mit Verdickungsmitteln künstlich „aufgeplustert“ wurde. Auf Dauer kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Zudem können beispielsweise Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl oder Maisgluten Durchfall verhindern, wodurch jedoch eventuelle Giftstoffe nicht ausgeschieden werden können. Auch Oligofruktose kann diesen Effekt haben. Dabei stellt sich die Frage, warum Durchfall verhindert werden sollte, wenn im Futter nichts enthalten ist, was die Verdauung derart belasten könnte, dass die Katze Durchfall bekommt.

    5. Braucht Katzenfutter Konservierungsstoffe?

    Ganz ohne Konservierungsstoffe geht es leider nicht, da das Katzenfutter sonst zu schnell verderben würde. Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, sowie Vitamin E, auch als Tocopherol bezeichnet, gelten als unschädlich. Andere künstliche Konservierungsstoffe sind mit den E-Nummern zwischen E200 (Sorbinsäure) und E297 (Fumarsäure) sowie E1105 (Lysozym) gekennzeichnet. Diese sind nicht zwingend notwendig.

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