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    Start » Zahnstein bei Katzen vorbeugen: Tipps
    Gesundheit

    Zahnstein bei Katzen vorbeugen: Tipps

    By tieradministrator22. Februar 2018Updated:6. November 2026Keine Kommentare4 Mins Read

    Wenn Zahnstein unbehandelt bleibt, kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln, die für die Gesundheit Ihrer Katzen schwere Folgen haben kann. Das Zahnfleisch löst sich nach und nach vom Zahn ab, sodass dieser seinen Halt verliert und schlimmstenfalls ausfällt. Zum Glück lässt sich Zahnstein bei Katzen vorbeugen. Das ist zwar leichter gesagt als getan, aber unmöglich ist es nicht.

    Zahnstein bei Katzen vorbeugen: Mundhygiene

    Seien Sie bei der Zahnpflege Ihrer Katze sehr behutsam und gewöhnen Sie Ihr Haustier einfühlsam an die Mundhygiene. Idealerweise beginnen Sie schon im Kätzchenalter mit dem Zähneputzen – Ihr Tierarzt zeigt Ihnen gern, wie Sie dabei vorgehen. Streichen Sie Ihrem Liebling zunächst nur sanft mit den Fingern über die Lippen, am nächsten Tag dann vorsichtig über das Zahnfleisch und die Zähne. Loben Sie Ihre Katze immer, wenn sie sich nicht gegen die Behandlung wehrt. Anschließend gewöhnen Sie sie an die Katzenzahnpasta, ehe eine spezielle Katzenzahnbürste zum Einsatz kommt.

    Wichtiger Tipp: Sollte sich Ihr tierischer Freund nach Kräften gegen das Zähneputzen wehren, verzichten Sie lieber auf die Mundhygiene. Vor allem ältere Katzen lassen sich meist nicht mehr daran gewöhnen, und Zwang setzt Ihre Katze unter Stress und Sie riskieren Kratzer und Bisse, die sich eventuell entzünden könnten. Trotzdem empfiehlt es sich, gelegentlich die Zähne Ihrer Fellnase zu kontrollieren – sollte sich viel Zahnbelag oder sogar schon Zahnstein gebildet haben, kann der Tierarzt Ihnen helfen, diesen zu entfernen.

    Ernährungstipp: Trockenfutter oder Barfen gegen Zahnbeläge?

    Häufig wird die Ernährung mit Trockenfutter empfohlen, wenn Menschen Zahnstein bei Katzen vorbeugen wollen. Es gibt sogar spezielles Trockenfutter oder Kausticks, die so geformt sind, dass sie beim Kauen die Zahnbeläge abreiben sollen. Das ist jedoch unter Katzenfreunden gelinde gesagt umstritten.

    Kritiker der Trockenfutterernährung argumentieren, dass beim Zerkauen der Bröckchen ein Speisebrei entsteht, der an den Zähnen haften bleibt und Zahnbelag eher noch begünstigt. Ohnehin ist Trockenfutter für Katzen nicht als Hauptnahrung zu empfehlen, da sie ursprünglich Wüstentiere waren und von Natur aus nur wenig Wasser trinken. Der geringe Feuchtigkeitsanteil im Trockenfutter kann daher zu Flüssigkeitsmangel führen und in der Folge zu Verstopfung, Harnkristallen und Niereninsuffizienz.

    Im Gegenzug gilt Barfen als äußerst günstig für die Zahngesundheit. Es wurde etwa beobachtet, dass Freigänger, die des Öfteren eine Maus verspeisen, seltener an Zahnstein leiden als Wohnungskatzen. Offenbar schafft die Struktur von Muskelfleisch, Sehnen und Knorpel das, was dem Trockenfutter nachgesagt wird, aber ohne einen klebrigen Speisebrei zu bilden. Daheim können Sie diese naturnahe Ernährung durch das Barfen erreichen. Allerdings sollten Sie das Futter nicht von heute auf morgen auf Rohfleisch umstellen. Erstens muss Ihre Katze sich zunächst an das Barfen gewöhnen, zweitens können Anfänger dabei einiges falsch machen und sollten sich im Vorfeld gründlich informieren. Für den Anfang finden Sie in unserem Ratgeber „Barfen von Katzen: 4 Dinge, die Sie wissen sollten“ entsprechende Tipps.

    Wichtigste Maßnahme: Maulkontrolle

    Tipp: Unabhängig davon, ob Sie durch Zähneputzen oder mit der Ernährung Zahnstein bei Katzen vorbeugen wollen, sollte eine regelmäßige Maulkontrolle niemals ausbleiben. Überprüfen Sie, ob Sie Symptome für Zahnstein bei Katzen erkennen können, und suchen Sie gegebenenfalls Ihren Tierarzt auf, um die Zähne professionell reinigen zu lassen. Das ist spätestens dann nötig, wenn Sie gelbliche bis bräunliche Verfärbungen, Mundgeruch oder entzündetes Zahnfleisch bei Ihrem Stubentiger bemerken.

    Zahnsanierung beim Tierarzt

    Hat sich erst einmal Zahnstein gebildet, kann nur noch der Tierarzt mit einer professionellen Zahnreinigung und Zahnsanierung helfen. Wichtig: Versuchen Sie niemals, Zahnstein selbst zu entfernen. Sie könnten mehr Schaden als Nutzen anrichten und Ihre Katze kann Sie zudem vor Schreck oder Schmerz verletzen. Am Anfang wird der Mediziner eine Bestandsaufnahme machen, welche Zähne vom Zahnstein betroffen sind und ob eventuell Zähne gezogen werden müssen. Dazu kontrolliert er den Mundraum und macht ggf. ein Röntgenbild, um tieferliegende Zahnprobleme zu erkennen. Möglicherweise muss Ihre Katze Antibiotika bekommen, falls sich zum Beispiel schon eine Parodontitis oder schwere Zahnfleischentzündung gebildet hat. Ansonsten könnten die Bakterien bei der Behandlung in die Blutbahn gelangen.

    Der eigentliche Eingriff wird dann unter Narkose durchgeführt. Unter Umständen ist diese bereits für die Diagnosestellung nötig, falls sich die Katze unter keinen Umständen ins Maul schauen lassen will. Mit einem Ultraschallgerät entfernt der Tierarzt den Zahnstein sorgfältig und zieht gegebenenfalls stark beschädigte Zähne. Im Anschluss werden die gereinigten Zähne poliert, damit sich nicht so schnell neuer Zahnbelag bilden kann. Es kann sein, dass Ihre Katze zur Nachbehandlung weiter Antibiotika nehmen muss oder Schmerzmittel bekommt.

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