Hunderassen

Tosa Inu

Der Tosa Inu ist ein japanischer Hund der zu den seltensten Hunderassen der Welt gehört. Der große, massige Haus- oder Wachhund gilt als geduldig und mutig und hat einen starken Beschützerinstinkt.
Steckbrief

Verwendung

Begleithund, Kampfhund

Alternativer Name

Tosa-Kampfhund, Japanischer Mastiff

FCI-Nr.

260

FCI-Gruppe

2: Pinscher und Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde

FCI-Sektion

2: Molossoide

Durchschnittliche Lebenserwartung

9-15 Jahre

Farbe

braun, schwarz, falbfarbend, orange

Fellbeschaffenheit

glatt

Temperament / Aktivität

Durchschnittliche Futterkosten/-mengen

Durchschnittlicher Kaufpreis Welpen

Widerristhöhe (Rüde)

60 - 75 cm

Widerristhöhe (Hündin)

55 - 70 cm

Gewicht (Rüde)

50 - 70 kg

Gewicht (Hündin)

50 - 70 kg

Der Tosa Inu ist muskulös und kräftig. Er kann bis zu 55 cm groß werden und wiegt ausgewachsen mindestens 30 kg. Nach Zuchtrichtlinien soll er trotz seiner Statur elegant wirken. Er hat stämmige Beine und große Pfoten. Sein kurzes, pflegeleichtes Fell kann in gelblichen Farben, rot, schwarz oder gestromert vorkommen. An Brust und Pfoten hat er häufig weiße Abzeichen. Der Tosa Inu zeichnet sich durch seine Gelassenheit aus. Trifft er auf Fremde, ist er etwas zurückhaltend. Er ist ein guter Wachhund, der auf seine Familie aufpasst. Obwohl er als ruhiger Hund gilt, der nur bellt, wenn es sein muss, gehört er durch seinen Mut und seinen Beschützerinstinkt nur in die Hände erfahrener Hundebesitzer.

Der Tosa Inu: Ein Wach- und Sumohund

Die Rasse des Tosa Inu hat sich Mitte des 19. Jahrhunderts in Japan entwickelt. Zur Entstehung der Rasse trugen der japanische Shikoku-Ken sowie europäische Rassen (Bulldogge, Mastiff, deutsche Vorstehhunde und Deutsche Doggen) bei. Nicht ganz sicher ist, ob auch Bernhardiner und Bullterrier mit eingekreuzt wurden. Ursprünglich wurde der Tosa Inu für den Einsatz bei Hundekämpfen gezüchtet. Er wird deshalb auch als "Sumo-Hund" bezeichnet, weil für die Kämpfe fast dieselben Regeln wie beim Sumo gelten. Beißende und knurrende Tiere werden vom Kampf ausgeschlossen. Heute wird das Kraftpaket meist als Wachhund eingesetzt. In verschiedenen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz wird der Tosa Inu als gefährlich eingestuft, in Berlin ist er sogar ganz verboten.

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