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    Start » Gesundheit von Wohnungskatzen: 5 Tipps
    Gesundheit

    Gesundheit von Wohnungskatzen: 5 Tipps

    By tieradministrator16. Mai 2016Updated:6. November 2026Keine Kommentare4 Mins Read

    Wohnungskatzen können ebenso wie Menschen unter den sogenannten Zivilisationskrankheiten leiden. Dabei handelt es sich um gesundheitliche Probleme, die durch Überfluss an Ressourcen und zu viel Bequemlichkeit zustande kommen. Dazu gehören vor allem Übergewicht und die damit verbundenen Folgen für die Gesundheit sowie psychische Probleme durch Langeweile. Mit den folgenden Tipps bleibt Ihre Wohnungskatze körperlich und geistig fit, glücklich und gesund.

    1. Übergewicht bei Wohnungskatzen vermeiden

    Wohnungskatzen lassen sich in etwa mit Menschen vergleichen, die einen Bürojob ausüben – und daher die meiste Zeit des Tages in Innenräumen sitzen. Wer nicht aktiv durch Bewegung in der Freizeit gegensteuert, hat Schwierigkeiten, langfristig sein Gewicht zu halten und fit zu bleiben. Ähnlich ergeht es Wohnungskatzen, die nicht nach draußen gehen und ihr Jagdverhalten ausleben können. Steht dann auch noch ein gut gefüllter Napf ständig zur freien Verfügung, fressen die Fellnasen schnell über ihren Bedarf und nehmen zu. Übergewicht bei Katzen begünstigt diverse Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Niereninsuffizienz oder Gelenkschmerzen.

    Vermeiden Sie also Übergewicht bei Ihren Wohnungskatzen, indem Sie mit ihnen spielen, ihnen viele Klettermöglichkeiten bieten und die Futterportionen streng begrenzen. Außerdem sollte Katzengras auf der Speisekarte Ihrer Salonlöwen stehen. Sie können auch alles miteinander verbinden, indem Sie Ihre Stubentiger für ihr Fresschen „arbeiten“ lassen. Spielzeug mit Futterfüllung oder Futterautomaten, die nur die Nahrung freigeben, wenn Ihre Miez bestimmte Aufgaben erfüllt, beschäftigen sie und machen Spaß. Sie können auch kleine Futterportionen überall im Haus verstecken, sodass Ihre Schmuseschnute sie erst suchen muss.

    2. Seelische Gesundheit: Keine Langeweile aufkommen lassen

    Die Futterspiele haben noch einen weiteren Vorteil für die Gesundheit von Wohungskatzen: sie halten Langeweile fern. Menschen, die nicht genug gefordert werden, können einen sogenannten Bore-out erleiden – ein Burn-out durch Langeweile. Katzen sind da nicht anders als wir Zweibeiner; ist ihnen zu oft langweilig, werden sie krank und entwickeln Verhaltensstörungen. Neben Futterspielen sind auch Intelligenzspiele für Katzen ein wunderbarer Anti-Langeweile-Tipp.

    Überdies empfiehlt es sich, Wohnungskatzen nicht allein zu halten. Idealerweise haben sie einen Artgenossen zum Spielen, solange Sie bei der Arbeit oder unterwegs sind. Des Weiteren sind Fellnasen sehr neugierig. Richten Sie Ihren Kuschelknäueln einen gemütlichen Platz auf der Fensterbank ein, damit sie „Katzenfernsehen“ gucken können. Sofern vorhanden, lässt sich der Balkon als Katzenspielplatz umfunktionieren oder Sie bauen ein schönes Gehege auf der Terrasse, wo sich Ihre Stubentiger austoben können.

    3. Klettermöglichkeiten und Verstecke

    Für Bewegung, Fitness und Beschäftigung sorgen zusätzlich möglichst viele Klettermöglichkeiten, Verstecke und Durchgänge. Manche Katzenbesitzer bauen ihr ganzes Haus so um, dass überall kleine Tunnel, Brücken, Aussichtsplattformen, Kratzbäume und Schlafplätze für ihre Miezis zur Verfügung stehen. Ein tolles Beispiel, wie ein Haus zum Katzenparadies umgebaut aussehen kann, sehen Sie im folgenden Video. Es ist zwar auf Englisch, doch die Bilder der 15 glücklichen Wohnungskatzen, die fröhlich durch ihren Abenteuerparkour spazieren, sprechen für sich:

    4. Wohnungskatzen zum Trinken animieren

    Eine weitere mögliche Gefahr für Wohnungskatzen ist, dass sie zu wenig trinken. Bevor Ihre Katze aus der Toilette trinkt oder sich am Wasser aus Blumenkübeln gütlich tut, sollten Sie ihr Alternativen bieten. Ein Katzentrinkbrunnen zum Beispiel liefert frisches, fließendes Wasser und verlockt viele trinkfaule Katzen zur Flüssigkeitsaufnahme. Außerdem können Sie überall in der Wohnung an verschiedenen Plätzen Trinknäpfe mit frischem Wasser aufstellen – vergessen Sie nicht, das Wasser alle paar Stunden auszutauschen, damit es nicht abgestanden schmeckt oder sich darin Keime sammeln.

    5. Müssen Wohnungskatzen geimpft und kastriert werden?

    Es ist ein Irrtum, dass nur Freigänger geimpft und kastriert werden sollten. Auch Wohnungskatzen können sich mit ansteckenden Krankheiten infizieren, die Sie zum Beispiel mit Ihren Straßenschuhen nach innen bringen. Das gilt insbesondere für Katzenschnupfen und Katzenseuche. Allerdings brauchen Wohnungskatzen nicht alle Impfungen, die für Freigänger empfohlen werden. So ist die Gefahr für Tollwut bei einer Wohnungskatze verschwindend gering, eine Impfung dagegen somit unnötig. Auch gegen Leukose, die durch den Felinen Leukämievirus übertragen wird, müssen im Prinzip nur Freigänger geimpft werden.

    Sofern Sie mit Ihren Wohnungskatzen nicht züchten wollen, sollten Sie sie außerdem kastrieren lassen, auch, wenn sie nicht nach draußen gehen. Durch die Kastration wird die Produktion von Geschlechtshormonen gedrosselt, sodass Ihre Katzendame nicht unter ihrer Rolligkeit leidet und Ihr Kater ruhiger wird und die Wohnung nicht mit Urin markiert.

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