Bei einer so gefährlichen Krankheit ist es wichtig, bereits die ersten Symptome richtig zu deuten, um das Schlimmste zu verhindern. Eine Reihe von Erregern können für die Infektion verantwortlich sein, Bakterien und Viren sind die häufigsten Ursachen. Auch wenn Ihr Stubentiger keinerlei Kontakt zu anderen Artgenossen hat, kann er sich über Gegenstände oder Kleidung, die ein infiziertes Tier berührt hat, anstecken.
Woran Sie Katzenschnupfen erkennen können
Katzenschnupfen äußert sich durch wässrigen, später auch schleimigen Nasen- und Augenausfluss. Ihre Katze ist gezwungen, durch den Mund zu atmen und hat Schluckbeschwerden, was sich in vermindertem Appetit äußert. Oft entzündet sich die Maulschleimhaut; in schweren Fällen kommt es zur Geschwürbildung unter der Zunge oder an den Augen. Ein schwerer Katzenschnupfen kann außerdem Knochenschwund an der Nasenmuschel zur Folge haben.
Erkrankte Katzen haben oft zusätzlich Fieber und Schmerzen an den Muskeln, was zu Antriebslosigkeit und Abgeschlagenheit führen kann. Katzenschnupfen ist für gesunde erwachsene Katzen zwar meist nicht lebensgefährlich, für Kätzchen, Senioren und chronisch kranke Stubentiger hingegen leider schon. Nach überstandener Krankheit bleibt der Erreger oft im Organismus bestehen; selbst wenn er „schläft“ und sich keine Symptome mehr zeigen, kann die betroffene Katze noch andere Artgenossen anstecken. Bei Katzenschnupfen kann es zu Langzeitschäden kommen, etwa Blindheit oder eine chronische Entzündung der Nase.
Vorsorgemaßnahmen und Therapie der Krankheit
Am besten lassen Sie bereits Katzenbabys ordnungsgemäß impfen – dann kann Katzenschnupfen gänzlich verhindert werden. In der achten, zwölften und 16. Woche und später jeweils einmal jährlich sollten Sie Ihre Katze impfen lassen. Damit werden die Haupterreger wie Herpesviren oder das Calicivirus unschädlich gemacht. Ist die Krankheit doch ausgebrochen, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen.
Dieser verschreibt oft Antibiotika, die Sie der Katze zerkleinert unters Futter mischen können. Sie sind jedoch nur sinnvoll, wenn zur Virusinfektion noch eine bakterielle Infektion dazu gekommen ist, da Antibiotika nicht gegen Viren wirken. Zusätzlich kann der Tierarzt noch Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente verschreiben, die das Immunsystem stärken und es dabei unterstützen, den Krankheitserreger zu bekämpfen. Sollte Ihre Katze durch die Infektion schon zu geschwächt sein, um zu fressen und zu trinken, braucht sie Infusionen. Ihr Tierarzt kann Sie in diesem Fall beraten, wie diese Behandlung vonstatten geht.
Wieder zu Hause angekommen, sollten Sie Augen und Nase der erkrankten Katze stets sauber halten, um ihr das Atmen zu erleichtern. Ihre Katze braucht es jetzt warm; sorgen Sie daher für den richtigen Schlafplatz. Zugluft sollten Sie möglichst vermeiden. Da Ihre kranke Katze noch ansteckend ist, sollten Sie sie von anderen Tieren im Mehrkatzenhaushalt getrennt halten. Dies gilt vor allem dann, wenn die anderen Katzen noch ungeimpft, sehr jung, sehr alt oder chronisch krank sind.
Prognose nach einer Infektion mit Katzenschnupfen
Frühzeitig behandelt heilt Katzenschnupfen meist wieder vollständig ab, vor allem, wenn die Katze schon ausgewachsen und ansonsten fit und gesund ist. Bei sehr jungen Katzenbabys verläuft die Erkrankung unter Umständen tödlich oder führt zu erheblichen Langzeitschäden. Auch Katzen mit geschwächtem Immunsystem sind gefährdet. Leider sind sie teils auch zu schwach, um eine Impfung zu erhalten. Deshalb ist es sehr wichtig, dass alle Tiere im Mehrkatzenhaushalt und in einer Zucht, die geimpft werden können, auch regelmäßig geimpft werden. Auf diese Weise entsteht eine sogenannte Herdenimmunität – die geimpften Tiere bleiben gesund und können ihre Mitbewohner nicht anstecken, sodass diese ebenfalls frei von Katzenschnupfen bleiben.
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