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    Start » Rohes Schweinefleisch kann für Katzen tödlich sein
    Ernährung

    Rohes Schweinefleisch kann für Katzen tödlich sein

    By tieradministrator17. Februar 2020Updated:5. November 2026Keine Kommentare3 Mins Read

    Dürfen Katzen Schweinefleisch essen?

    Schweinefleisch ist für Katzen nicht grundsätzlich “giftig”. Vor allem, wenn es gut gegart ist, spricht theoretisch nichts dagegen, die Vierbeiner mit Fleisch vom Schwein zu füttern. Rohes Schweinefleisch sollte für Ihren Stubentiger dagegen definitiv tabu sein! 

    Es kann den sogenannte Aujeszky-Virus, einen für Katzen und Hunde tödlichen Virus, enthalten. Für Menschen ist der Virus dagegen ungefährlich. Gut zu wissen: Ab einer Temperatur von 60 Grad Celsius stirbt der Erreger im Fleisch ab.

    In Katzenfutter aus dem Handel ist generell nur selten Schweinefleisch enthalten. Geflügel, Fisch, Kaninchen oder Rind finden sich dagegen häufig auf der Zutatenliste. Selbst, wenn das Fleisch im Dosenfutter in der Regel gegart ist, kann es nicht schaden, auf Nummer sicher zu gehen. 

    Aujeszkysche Krankheit: Rettung nicht möglich

    Hat Ihre Katze versehentlich doch einmal rohes Schweinefleisch gefressen, heißt das noch nicht zwangsläufig, dass sie sich mit dem Aujeszky-Virus infiziert hat. Sollte es allerdings zu einer Ansteckung kommen, dauert es zwischen zwei und neun Tagen, bis die Aujeszkysche Krankheit ausbricht und in ihrem Verlauf sehr schnell voranschreitet. Selbst, wenn Sie die Symptome frühzeitig erkennen, ist eine Rettung nicht möglich, da es kein Heilmittel gegen das Virus gibt. 

    Die Symptome sind denen von Tollwut recht ähnlich: Das Wesen Ihrer Katze verändert sich, sie wird ängstlich und unruhig. Nach einiger Zeit treten Zuckungen auf, die Atmung wird schneller und der Speichelfluss nimmt zu. Daher wird die Aujeszkysche Krankheit der Katze auch als “Pseudowut” bezeichnet. 

    Heftiger Juckreiz führt dazu, dass sich infizierte Tiere ständig kratzen. Manchmal ist der Juckreiz sogar so stark, dass sich die Tiere ganze Gliedmaßen abnagen. Innerhalb von 24 bis 48 Stunden endet die Aujeszkysche Krankheit mit dem Tod.

    Zwar ist die Ansteckungsgefahr in Deutschland relativ gering, dennoch empfiehlt es sich, bei der Fütterung auf rohes Schweinefleisch zu verzichten. Versehentlich oder absichtlich falsch deklariertes Schweinefleisch, das eigentlich aus einem Risikoland stammt, macht zwar den Menschen nicht krank – Ihren Stubentiger kann ein solcher Fehler jedoch das Leben kosten.

    Kein rohes Schweinefleisch – was ist mit anderen Sorten?

    Rohes Schweinefleisch ist zwar für Katzen tabu, doch das bedeutet nicht, dass Sie grundsätzlich kein rohes Fleisch füttern dürfen. Viele Katzenfreunde schwören sogar darauf, ihre Katze mit der sogenannten biologisch artgerechten Rohfütterung – kurz „Barf“ – zu ernähren. Als Fleischsorten kommen fürs Barfen sowohl Rind als auch Geflügel, Schaf- und Pferdefleisch sowie Wild infrage.

    Allerdings ist es beim Barfen mit dem rohen Fleisch allein noch nicht getan. Katzen brauchen für eine gesunde, artgerechte Ernährung auch Vitamine und Mineralstoffe, ansonsten kann es zu gefährlichen Mangelerscheinungen kommen. 

     

    Fragen Sie bei diesem Thema am besten Ihren Tierarzt um Rat, er kann Ihnen außerdem Tipps für eine gelungene Ernährungsumstellung geben. Es gibt bestimmte Mineralpulver, die Sie beim Barfen hinzufügen können, aber auch geriebene Eierschalen können diesen Zweck erfüllen. Taurin und andere wichtige Nährstoffe müssen gegebenenfalls ebenfalls ergänzt werden.

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