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    Start » Hund fordert zu viel Aufmerksamkeit: Ursachen und 5 Tipps, die helfen
    Erziehung

    Hund fordert zu viel Aufmerksamkeit: Ursachen und 5 Tipps, die helfen

    By tieradministrator18. Februar 2021Updated:6. November 2026Keine Kommentare5 Mins Read
    Bild: pixabay.com, Ced Cl , https://pixabay.com/de/photos/weimaraner-h%C3%BCndchen-hund-schnauze-1381186/

    Ihr solltet die Intelligenz von Hunden nicht unterschätzen. Wird der Hundegrips zu wenig gefordert, entsteht Langeweile – und der Vierbeiner fordert übermäßig viel Aufmerksamkeit, um euch das mitzuteilen.

    Fehler in der Erziehung können ebenso dazu führen, dass euer Hund ständig um Aufmerksamkeit bellt. Hier helfen nur klare Regeln – allerdings kann euer Hund die nur dann verstehen, wenn sie auch wirklich “echte” Regeln sind. Das bedeutet, dass sie nicht von Ausnahmen und Inkonsequenz verwässert werden sollten.

    Ist der Hund unterfordert oder nicht gut erzogen, kann es also zu übertriebenen Aufmerksamkeitsforderungen vonseiten des Haustiers kommen. Das könnt ihr dagegen tun:

    1. Wehret den Anfängen durch konsequente Erziehung

    Hunde haben eine Vielzahl an Möglichkeiten, um eure Aufmerksamkeit zu erregen. Die Grundlage für unerwünschtes, nach Beachtung gierendes Verhalten, wird bereits im Welpenalter gelegt. Dann stören die schlechten Manieren des Vierbeiners noch nicht so und sind eigentlich auch ganz niedlich. Ihr streichelt euer kleines Fellbündel entzückt, wenn es an euch hochspringt? Dann wird es später sehr wahrscheinlich an allen möglichen Menschen hochspringen, um gestreichelt zu werden.

    Der Welpe bettelt und harrt mit seinem herzerweichenden Hundeblick am Esstisch aus? Wenn er deswegen tatsächlich einen Bissen abbekommt, wird er es immer wieder versuchen. Darf euer Hund aus Spaß die Zeitung vom Vortag zerrupfen und wird dafür mit Beachtung belohnt, macht er eventuell auch vor wichtigen Akten oder Hausaufgabenheften nicht Halt.

    Dies sind Beispiele für Inkonsequenz in der Hundeerziehung, die dazu führen, dass euer Hund nicht weiß, was er darf und was nicht. Und schließlich tut er einfach das, was ihm am meisten Aufmerksamkeit einbringt, sich also am meisten für ihn lohnt. Dabei ist es gleichgültig, ob eure Reaktion freundlich oder verärgert ausfällt. Für die Tiere ist die Hauptsache, dass sie beachtet werden.

    Damit es gar nicht erst soweit kommt, solltet ihr auch bei süßen Welpen bereits konsequent Regeln durchsetzen und keine Ausnahmen zulassen.

    2. Ursachen finden: Warum will der Hund den ganzen Tag Aufmerksamkeit?

    Manchmal wollen Hunde einfach so Aufmerksamkeit erregen und die Beachtung ihres Lieblingsmenschen ist ihnen Lohn genug. Das liegt dann meist an den oben genannten Erziehungsfehlern. Das Verhalten hat sich verselbstständigt. Es empfiehlt sich dennoch, kurz innezuhalten und zu überlegen, ob der Hund nicht womöglich einen anderen Grund hat, auf sich aufmerksam zu machen.

    So zeigen Vierbeiner, die sich unterfordert fühlen, sich langweilen und nicht ausgelastet sind, oft destruktives, unerwünschtes Benehmen. Das geschieht, weil sie nichts Besseres zu tun haben und merken, dass sie damit eine Reaktion eurerseits bewirken – was wiederum die Langeweile in dem Moment unterbricht.

    Wirkt euer Hund jedoch zusätzlich sehr gestresst und panisch, vor allem, wenn ihr ihn alleine lasst, kann auch Trennungsangst dahinter stecken, auf die er aufmerksam machen will. Darüber hinaus versuchen kranke oder verletzte Tiere, ihre Schmerzen zu verbergen, sodass sich ihr Leid gelegentlich nur als Verhaltens- oder Wesensveränderung äußert. Solltet ihr Zweifel daran haben, ob euer Vierbeiner wirklich nur nach Beachtung heischt oder er damit etwas mitteilen möchte, geht vorsichtshalber zum Tierarzt und lasst ihn durchchecken.

    3. Hund will ständig Aufmerksamkeit: Alternativen für unerwünschtes Verhalten bieten

    Wenn ihr eurem Hund beibringt, was er nicht darf, solltet ihr ihm stets eine Alternative für erwünschtes Verhalten bieten. Sonst weiß euer Vierbeiner nicht, wie er sich benehmen soll und ist verunsichert. Bringt ihm etwa bei, dass er auf seinem Kauknochen herumnagen und mit seinem Spielzeug toben darf, Papier, Schuhe und Möbelstücke aber in Ruhe lässt. Belohnt ihn, wenn er sich in sein Körbchen zum Ausruhen legt, anstatt aufs Sofa zu springen.

    4. Unerwünschtes Verhalten ignorieren, gutes Benehmen belohnen

    Die alternativen Verhaltensweisen könnt ihr eurem Hund beibringen, indem ihr konsequent jedes schlechte Benehmen ignoriert und jedes gute Benehmen belohnt. Wenn euer Vierbeiner an euch hochspringt, wendet euch ab und beachtet ihn nicht, auch nicht mit einem kleinen Seitenblick. Sobald euer Vierbeiner ruhig mit allen vier Pfoten am Boden stehen bleibt oder sich hinsetzt, streichelt und lobt ihn. Gebt ihm vielleicht auch ein Leckerli. Er bekommt dann Aufmerksamkeit für erwünschtes Verhalten und wird – durch negative Verstärkung – mit dem Entzug von Beachtung bestraft, wenn er sich nicht an die Regeln hält.

    Hier ist es wichtig, dass ihr wirklich konsequent bleibt und zwar immer. Gebt ihr auch nur einmal nach, lernt euer Hund, dass er nur lange genug nerven muss, um zu bekommen, was er will. Sein Verhalten kann sich infolgedessen sogar noch verschlimmern. Traut ihr es euch alleine nicht zu, die Regeln so streng durchzusetzen, holt euch Hilfe von einem erfahrenen Hundetrainer oder Tierpsychologen.

    5. Hund artgerecht beschäftigen und Langeweile vermeiden

    Habt ihr euren Hund konsequent erzogen und ist er kerngesund, ist wahrscheinlich Langeweile schuld daran, dass er penetrant Aufmerksamkeit einfordert. Da hilft nur, ihn angemessen zu beschäftigen, damit er nicht auf dumme Gedanken kommt.

    Bringt ihm zum Beispiel ein Futter- oder Intelligenzspiel mit, fangt einen Hundesport an oder bringt ihm Tricks bei. Die Beschäftigungen sollten selbstverständlich stets an Wesen, Temperament, rassetypischen Merkmale und Vorlieben eures Hundes angepasst sein und weder zu anstrengend noch zu einfach sein.

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