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    Start » Rassekatze kaufen: Unseriöse Züchter erkennen
    Katzen

    Rassekatze kaufen: Unseriöse Züchter erkennen

    By tieradministrator21. Januar 2017Updated:5. November 2026Keine Kommentare5 Mins Read

    Meist merken Sie es selbst, wenn Sie an unseriöse Züchter geraten. Ihr Bauchgefühl wird Ihnen automatisch sagen, dass etwas nicht stimmt. Besonders deutliche Warnzeichen sind, wenn die angeblichen Rassekatzen aus dem Kofferraum heraus verkauft oder zum Billigpreis (unter 400 Euro) im Internet angeboten werden. In diesem Fall sollten Sie dort keine Rassekatze kaufen, um solche Praktiken nicht zu unterstützen. Schließlich bestimmt die Nachfrage zum großen Teil das Angebot.

    Rassekatze kaufen: Vertrauen Sie Ihrem Gefühl

    Wenn Sie sich auch bei einer Privatperson nicht sicher sind, die Katzen aber scheinbar ordnungsgemäß züchtet, versuchen Sie Folgendes: Bitten Sie darum, den gesamten Wurf zusammen mit den Elternkatzen besuchen zu dürfen, und besichtigen Sie dabei auch die Zuchtstätte. Wird Ihnen diese persönliche Kontaktaufnahme verwehrt, sollten Sie misstrauisch werden.

    Auf den Stammbaum und andere Papiere achten

    Unseriöse Züchter erkennen Sie auch daran, dass sie angebliche Rassekatzen ohne Stammbaum verkaufen. Sie gehören keinem Katzenzuchtverein oder -verband an und sind somit an keinerlei Richtlinien gebunden. Sollte die fehlende Mitgliedschaft mit zu hohen Kosten entschuldigt werden, sollten Sie wissen, dass die Gebühren hierfür lediglich zwischen 30 und 60 Euro pro Jahr liegen und ein Stammbaum etwa 15 bis 20 Euro kostet.

    Nur mithilfe des Stammbaums können Sie erkennen, ob es sich um eine echte, richtig aufgezogene Rassekatze handelt. Achten Sie außerdem darauf, dass in Impfpapieren bescheinigt ist, dass das Kätzchen zweifach gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche immunisiert wurde. Die erste Impfung erfolgt im Alter von acht bis zehn Wochen, die zweite Impfung mit 12 bis 16 Wochen.

    Unseriöse Züchter handeln profitorientiert

    Fakt ist: Mit einer seriösen Zucht lässt sich kein Geld verdienen. Daher ist im Grunde jeder gute Züchter, dem das Wohl seiner Tiere über alles geht, ein Hobbyzüchter. Leider ist der Begriff „Hobbyzucht“ allein noch kein Qualitätsmerkmal, denn auch skrupellose Vermehrer geben teilweise vor, eine liebevolle Hobbyzucht zu betreiben. Nicht immer lässt sich bereits durch das Inserat ein unseriöser Anbieter entlarven, denn manche Betrüger sind so dreist, vermeintliche Rassekatzen zum üblichen hohen Preis zu verkaufen und falsche Angaben in der Anzeige zu machen.

    Gehen Sie daher immer persönlich beim Züchter vorbei und machen Sie sich selbst ein Bild. Sofern der Anbieter sich nicht dadurch als unseriös zu erkennen gibt, dass er dieses persönliche Treffen verweigert, gibt es noch weitere Warnzeichen. Unseriöse Züchter geben ihre Kitten oft zu früh ab und halten das Mindestalter von 12 Wochen nicht ein. Das Mindestalter kommt dadurch zustande, dass Katzenbabys, die früher von ihrer Mutter getrennt werden, noch nicht alles von ihr lernen konnten, was eine Katze wissen muss. Die Tiere sind meist ängstlich, unsicher oder zeigen andere Formen von Verhaltensstörungen wie Aggressivität. Zudem können die notwendigen Impfungen erst frühestens in diesem Alter erfolgt sein.

    Wer seine Zucht aus Profitgier betreibt und das Wohl der Tiere missachtet, hat außerdem häufig auffallend viele Katzenbabys pro Jahr im Angebot. Das zeigt, dass die Zuchtkatzen nicht ausreichend Pause zwischen den Würfen machen dürfen, um sich von der letzten Geburt zu erholen und sich liebevoll um jedes Kätzchen kümmern zu können. Mehr als drei Würfe in zwei Jahren sollten einer Zuchtkatze nicht zugemutet werden, noch besser ist nur ein Wurf pro Jahr. Im Alter von sechs Jahren dürfen Zuchtkatzen seriöser Anbieter außerdem in den „Ruhestand“ gehen; ist die Katzenmutter älter oder verschweigt der Züchter auf Nachfrage das Alter, sollte Sie das stutzig machen.

    Rassekatze kaufen: Züchter mit Fragen löchern

    Besonders perfide Betrüger halten sich vorgeblich an diese Grundregeln der Katzenzucht und verkaufen trotzdem Tiere, die später Erbkrankheiten aufweisen oder andere gesundheitliche Probleme offenbaren. Daher sollten Sie unbedingt auf vollständige Papiere bestehen und nur eine Rassekatze kaufen, wenn Sie diese ohne Umschweife bekommen. Neben dem Stammbaum, der die Herkunft der Katze belegt, gehören dazu ein Gesundheitszeugnis, ein Impfpass und ein Kaufvertrag. In unserem Ratgeber „Kaufvertrag für Katzen: Was muss drinstehen?“ können Sie nachlesen, was eine solche schriftliche Vereinbarung ausmacht. Die Elterntiere sollten ebenfalls einwandfreie Gesundheitszeugnisse besitzen.

    Stellen Sie dem Züchter möglichst viele Fragen zur Rasse, zur artgerechten Haltung, Ernährung, Gesundheit und Verhalten der Katzen. Kann er sie nicht beantworten oder reagiert mit Ausflüchten, ist das kein gutes Zeichen. Unseriöse Züchter verzichten außerdem meist darauf, ihrerseits Fragen an den potenziellen Käufer zu stellen. Es entsteht so der Eindruck, dass ihnen egal ist, wem sie ihre Kitten anvertrauen.

    Schauen Sie sich die Zuchtstätte und den Zustand der Tiere ganz genau an. Bei den folgenden Warnzeichen ist Vorsicht geboten:
    ● Die Katzen sind in einem Zwinger oder Schuppen außerhalb des Wohnbereichs untergebracht
    ● Sie haben keinen Familienanschluss und bekommen keine Alltagsgeräusche zu hören
    ● Die Tiere haben kein Spielzeug, ihr Aufenthaltsraum wirkt dreckig und ungepflegt
    ● Die Katzen selbst wirken dreckig und ungepflegt
    ● Sie wirken antriebslos, apathisch oder extrem scheu und ängstlich
    ● Die Katzenbabys haben Flöhe oder andere Parasiten
    ● Der Raum, in dem sie untergebracht sind, ist zu klein
    ● Es werden mehr als zwei Rassen angeboten und es sind auffällig viele Katzen im Raum

    In unserem Ratgeber „Rassekatze kaufen: Woran Sie gute Züchter erkennen“ können Sie nachlesen, wie Sie einen seriösen Anbieter finden können.

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