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    Start » Meerschweinchen vergesellschaften: So klappt es
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    Meerschweinchen vergesellschaften: So klappt es

    By tieradministrator16. November 2018Updated:6. November 2026Keine Kommentare4 Mins Read

    Am einfachsten ist es natürlich, sich von Anfang an eine feste Meerschweinchengruppe oder Wurfgeschwister anzuschaffen. Doch wenn zum Beispiel ein Meerschweinchen stirbt und seinen Freund alleine zurücklässt, müssen Sie das hinterbliebene Schweinchen neu vergesellschaften. Meeris sind Rudeltiere und Einzelhaltung wäre Tierquälerei.

    Passenden Partner fürs Meerschweinchen wählen

    Sofern Sie keine Geschwister oder festen Grüppchen bei sich aufnehmen, sollten Sie sich vor der Anschaffung weiterer Meeris darüber Gedanken machen, welche am besten zu Ihren alteingesessenen Schweinchen passen. Hierbei gilt: Gleich und Gleich gesellt sich gern – das bedeutet, vergesellschaften Sie Meerschweinchen, die ein ähnliches Temperament und eine ähnliche Persönlichkeit haben. Bei einem seriösen Züchter, guten Tierheim oder bei der Meerschweinchenhilfe können Sie gezielt nachfragen, welche Nager eher ruhige Gemüter und welche abenteuerlustige Wirbelwinde sind.

    Außerdem spielen Alter und Geschlecht eine Rolle dabei, wie gut sich Meerschweinchen vergesellschaften lassen oder nicht. Zwei Weibchen oder zwei Böckchen vertragen sich für gewöhnlich, ebenso ein Weibchen mit einem kastrierten Böckchen. Größere Weibchengruppen streiten sich eventuell zwischendurch ein wenig, reine Böckchengruppen brauchen etwas mehr Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen. Für größere Gruppen empfiehlt sich daher ein Kastrat mit mehreren Weibchen. Setzen Sie ein Jungtier (unter sechs Wochen alt) zu einem älteren Schweinchen, funktioniert das in der Regel harmonischer als umgekehrt – vor allem unter Böckchen.

    Meerschweinchen vergesellschaften auf neutralem Terrain

    Für die Vergesellschaftung der Meeris ist es wichtig, dass sich die Tierchen auf neutralem Boden kennenlernen. Richten Sie also extra ein Gehege zum Beispiel im Flur oder im Wohnzimmer ein und rechnen Sie mit ungefähr einem Quadratmeter Platz pro Schweinchen. In die Mitte des Geheges legen Sie einen großen Haufen Heu, außerdem können Sie an mehreren Stellen Trinknäpfe und Frischfutter verteilen. Wenn Sie Ihren Meeris Verstecke und Rückzugsorte bieten wollen, achten Sie darauf, dass diese mehrere Ausgänge haben. Ansonsten kann es passieren, dass ein Meerschweinchen das andere in eine Ecke drängt und das ist für ein harmonisches Kennenlernen wenig zuträglich.

    Setzen Sie dann gleichzeitig sowohl die alteingesessenen als auch die neuen Tiere ins Gehege und dann lassen Sie die Schweinchen erst einmal machen. Beobachten Sie jedoch das Schauspiel, damit Sie im Notfall eingreifen können. Normalerweise ist das aber nicht nötig. Die Kämpfe um Rangordnung und Revier wirken manchmal gefährlicher als sie sind; verzichten können die Schweinchen darauf jedoch nicht, da nur mit einer klaren Hierarchie in der Gruppe ein friedliches Zusammenleben klappt. Nach ein bis zwei Tagen sind die gröbsten Streitereien und das Imponiergehabe überstanden, die Nager haben sich aneinander gewöhnt und Sie können sie in ihr permanentes Zuhause setzen.

    Handelt es sich dabei um den Käfig Ihres alteingesessenen Meerschweinchens, sollten Sie ihn vorher aber gründlich reinigen und mit Essigwasser ausspülen, um die alten Gerüche zu neutralisieren. Sonst kann es passieren, dass das Schweinchen sein altes Revier am Duft erkennt und es gegen den „Eindringling“ verteidigen will.

    Wann Sie Meerschweinchen wieder trennen müssen

    Bevor Sie Meerschweinchen vergesellschaften, legen Sie sich zur Sicherheit ein Stück feste Pappe oder eine Kehrschaufel sowie feste Schutzhandschuhe neben dem Gehege bereit. Bleibt es beim Brommseln, Aufreiten und anderem Imponiergehabe, brauchen Sie nicht einzuschreiten. Das gehört beim Kennenlernen dazu, um die Rangordnung zu klären. Ebensowenig müssen Sie sich Sorgen machen, wenn die Schweinchen mit den Zähnen klappern, nacheinander schnappen, sich jagen und dabei die Einstreu wild durch die Gegend fliegt. Es kann dabei sein, dass ein Meeri mal einen Kratzer abbekommt.

    Verbeißen sich die Tiere jedoch fest ineinander und es fließt Blut, müssen Sie eingreifen. Schieben Sie das Stück Pappe oder die Kehrschaufel zwischen die Streithähne, damit sie voneinander ablassen. Greifen Sie dann mit den Schutzhandschuhen ins Gehege und heben die Schweinchen heraus. Eine erneute Vergesellschaftung ist in der Regel nicht anzuraten, da die Rangordnungskämpfe dann ganz von vorne anfangen und das für die Tiere großen Stress bedeutet. Wie bei Menschen kann es auch bei Meerschweinchen vorkommen, dass sich zwei Tiere einfach nicht riechen können.

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