Knochenbrüche bei Katzen erkennen Sie an einer unnormalen Körperhaltung oder daran, dass Ihr Haustier bestimmte Gliedmaßen auffällig entlastet oder ein Bein nachzieht. Nur ein Tierarzt sollte Knochenbrüche behandeln – als Frauchen oder Herrchen können Sie nur die Ruhe bewahren und als Erste-Hilfe-Maßnahme Ihrem Tier die Möglichkeit geben, möglichst schmerzfrei in einer Transportbox zu liegen. Diese sollte sich von oben vollständig öffnen lassen.
Um zu verhindern, dass sich Ihre Katze bewegt und weiter verletzt, können Sie sie vorsichtig bis zum Hals in eine Decke einwickeln. Diese spendet gleichzeitig Wärme und Geborgenheit. Bei blutenden Wunden muss die Decke unbedingt sauber sein, um Infektionen zu vermeiden. Besser noch: Sie legen ein steriles Tuch über die Wunde. Anschließend sollte es umgehend zum Tiermediziner gehen. Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Liebling dabei möglichst ohne Erschütterungen transportieren.
Knochenbrüche behandeln: Was macht der Tierarzt?
In der Praxis kann der Tiermediziner auf Röntgenbildern feststellen, wo die Fraktur sitzt und welcher Art diese ist. Hiervon abhängig kann er Knochenbrüche richtig behandeln. Nur selten genügt eine Stabilisierung etwa durch einen geschienten Verband oder Kunststoffgips. Damit die Knochen wieder so zusammenwachsen, dass Ihre Katze anschließend schmerzfrei herumtoben kann, ist sehr häufig eine Operation notwendig.
Operation bei Katzen wie beim Menschen
Machen die Knochenbrüche eine Operation bei der Katze unumgänglich, unterscheidet sich diese gar nicht allzu sehr von der eines Menschen. Abhängig von der Schwere und Art der Fraktur werden die Knochen mit Nägeln, Schrauben, Drähten oder Metallplatten stabilisiert. Schmerzmittel sorgen dafür, dass die Katze während der Zeit der Genesung nicht stärker unter den Schmerzen leidet als nötig.
Auf Halter und Samtpfote kommt dann eine anstrengende Zeit zu, die viel Disziplin und Leidensfähigkeit abverlangt: Die Katze sollte sich nämlich möglichst nicht bewegen, damit die Knochenbrüche verheilen können. Unter Umständen müssen Sie Ihren Vierbeiner zu seinem eigenen Schutz vorübergehend sogar in einen Käfig sperren.
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